NPK-Werte: Erklärung und Umrechnung


Volldünger (auch genannt: NPK-Dünger, Vollkörner) sind mechanisch gemischte, miteinander „verträgliche“ einfache und komplexe körnige Dünger. Auf jeder Verpackung eines Mineraldüngers sind die Buchstaben NPK und entsprechende Zahlenangaben zu finden.

Was bedeutet NPK und die Zahlen?

Die Buchstaben NPK bedeuten das Verhältnis von Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) in dem Düngemittel. Die Zahlen (z. B. 5-2-5 oder 4-1-16) zeigen jeweils den Prozentsatz von jedem dieser Stoffe im Düngemittel.

Drei Elemente fördern das Pflanzenwachstum auf drei verschiedene Arten. In einfachen Worten, das sind

N - Stickstoff: fördert das vegetative und generative Wachstum der Pflanzen
P - Phosphor: fördert Spross- und Wurzelwachstum
K - Kalium: fördert Blüte und Fruchtbildung

Anders als die Zahl für N, bilden die Zahlen für P und K nicht unbedingt den Anteil vom elementaren Phosphor und Kalium im Düngemittel ab. Vielmehr darstellen diese Zahlen die Menge von Oxid in Form von P2O5 und K2O, die im Düngemittel vorhanden wäre, wenn der ganze elementare Phosphor und das ganze Kalium in diesen Formen oxidiert wären.

Verfahren zum Umwandeln eines NPK-Wertes zu einer tatsächlichen Zusammensetzung

Die Faktoren zum Umwandeln von P2O5 und K2O Werten zu ihren jeweiligen P und K elementaren Werten sind wie folgt:

P2O5 besteht aus 56,4% Sauerstoff und 43,6% elementarem Phosphor. Der Anteil (Massenanteil) von elementarem Phosphor beträgt 43,6%, also P = 0,436 x P2O5

K2O besteht aus 17% Sauerstoff und 83% elementarem Kalium. Der Anteil (Massenanteil) von elementarem Kalium 83%, also K = 0,83 x K2O

Stickstoff-Werte repräsentieren tatsächlichen Stickstoffgehalt, so dass diese Zahlen nicht konvertiert werden müssen.

Mit diesen Umrechnungsfaktoren können wir feststellen, dass ein 18-51-20 Dünger enthält nach Gewicht:

18% an elementarem Stickstoff (N),
22% an elementarem Phosphor (P),
und 16% an elementarem Kalium (K)

NPK-Werte für kommerzielle Dünger

NPK-Werte für verschiedene synthetische Düngemitteln:

  • 82-00-00 wasserfreies Ammoniak
  • 21-00-00 Ammoniumsulfat
  • 46-00-00 Harnstoff
  • 35-00-00 Harnstoffharz
  • 40-00-00 Methylenharnstoffe (~70% slow release)
  • 31-00-00 Isobutylidendiharnstoff (~90% slow release)
  • 30-00-00 bis 40-00-00 Schwefel beschichteter Harnstoff (slow release)
  • 33-00-00 Ammoniumnitrat
  • 15-00-00 Calciumnitrat
  • 13-00-44 Kaliumnitrat
  • 00-17-00 bis  00-22-00 Superphosphate (Monocalciumphosphat-Monohydrat mit Gips)
  • 00-44-00 bis  00-52-00 Tripelsuperphosphat (Monocalciumphosphat-Monohydrat - MCPM)
  • 10-34-00 bis  11-37-00 Ammoniumpolyphosphat
  • 11-48-00 bis  11-55-00 Monoammonium Phosphate (MAP)
  • 18-46-00 bis  21-54-00 Diammonium Phosphate (DAP)

NPK Werte für gewonnene mineralische Düngemitteln:

  • 00-3-00 bis  00-8-00 Rohes Gestein Phosphorit (wäre 00-34-00, wenn es löslich wäre)
  • 00-00-60 Kaliumchlorid
  • 11-08-02 bis 16-12-03 Guano
  • 00-00-22 Kalium Magnesiumsulfat (K-mag)

NPK-Werte für Klärschlamm und andere organische Düngemitteln:

  • 04-12-00 Knochenmehl
  • 06-02-00 Milorganite
  • 05-05-06 Fischblut und Knochen
  • 03-02-02 Hühnermist
  • 01-00-00 Wirtschaftsdünger
  • 01-00-01 Pferdemist

Die benötigte Menge an Dünger

Die nachfolgenden Tabellen dienen nur als Orientierung für die notwendigen Düngermengen um bei nicht extremen Wetterverläufen gute Erträge zu erzielen.

Ungefähre NPK-Menge, die für verschiedene Kulturen benötigt wird,
um gute Erträge zu erreichen
Richtige NPK-Menge für verschiedene Kulturen

Bedarf von Pflanzen an Stickstoff, Phosphor und Kalium
Bedarf von Pflanzen an Stickstoff, Phosphor und Kalium

Bei der Verwendung von Mineraldüngern können die Pflanzen die Nährstoffe in der Regel direkt aufnehmen, man kann also die Düngermenge genau dem Nährstoffbedarf anpassen. Jeder Nährstoff hat eine besondere Bedeutung für die Pflanze.

Um eine optimale Düngermenge zu errechnen, muss der Landwirt den natürlichen Pflanzennährstoffgehalt des Bodens kennen. Eine erfolgreiche Düngung setzt eine Bodenprobe voraus, bei der die wichtigsten Nährstoffe im Labor analysiert werden.

Die Menge der benötigten Nährstoffe, die ein Boden den Pflanzen geben kann, hängt unter anderen davon ab, wie viel frei verfügbare Pflanzennährstoffe vorhanden sind und in welcher Form sie vorliegen. Außerdem haben die Witterung sowie die Bodenfeuchtigkeit und Temperatur einen Einfluss darauf. Alle diese Faktoren müssen bei der Düngung berücksichtigt werden.